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Reproduktion Techniken und Ideen von der Antike bis heute Hrsg. Jörg Probst, 290 Seiten, 129 Abbildungen, 13,5 × 20,5 cm, Broschur, Dietrich Reimer Verlag Berlin, €(D)24,95 / CHF 35,90 Fotos, Gipse, Münzen, Pixel: Von den frühesten Münzprägungen über die Fotografie bis zum digitalen Datensatz – technische Innovationen haben die Idee der Vervielfältigung in immer neuen Varianten Wirklichkeit werden lassen. Die Autoren schildern die Bild- und Ideengeschichte der Reproduktion in Fallstudien von der Antike bis heute. Reproduktionen und Reproduzierbarkeit haben eine umfassende Geschichte. Erzeugt werden soll ein möglichst verlässliches, objektives Abbild. Sie ist aber nicht lediglich als Kopie anzusehen – die Reproduktion hat eine eigenständige Bildgeschichte mit eigenen Problematiken und Phänomenen.
Hans Brüggemann Autor Jan Friedrich Richter; 276 Seiten, 1 Farb- u. 48 sw-Abbildungen, 119 Tafeln mit 149 Abbildungen, 24 × 30 cm, Leinen mit Schutzumschlag, mit einem vollständigen Werkkatalog, Deutscher Verlag für Kunstwissenschaft, €(D) 79,00 / CHF 106,00
Der Bordesholmer Altar im Schleswiger Dom ist der größte mittelalterliche Wandelaltar in Deutschland. Die Monografie stellt seinen Schöpfer Hans Brüggemann in einem umfassenden kunst- und zeithistorischen Kontext vor, der auf einem wissenschaftlichen Katalog der erhaltenen Werke beruht. Der Bordesholmer Altar im Schleswiger Dom gehört aufgrund seiner Größe und außergewöhnlichen Qualität zu den bekanntesten Schnitzaltären des Mittelalters. Umso merkwürdiger wirkt das geringe Interesse der bisherigen Forschung an seinem Schöpfer Hans Brüggemann. Mit der Monographie wird das erhaltene Gesamtwerk erstmalig in Form eines wissenschaftlichen Kataloges publiziert. Der historische Kontext bindet das Werk in die großen politischen Veränderungen ein, denen Schleswig-Holstein kurz vor Einführung der Reformation ausgesetzt war. Brüggemann war mehr als ein herausragender Künstler. Sein unverwechselbarer Stil ist auch als Ausdruck der politischen Haltung seiner Auftraggeber zu verstehen. In deutlicher Abgrenzung zu Dänemark und Lübeck wurde hier ein Künstler ins Land geholt, der den repräsentativen Stiftungen des Hochadels ein völlig eigenständiges Gepräge zu geben vermochte. Mit der für Schleswig-Holstein typischen Kunst hatte dies allerdings nichts zu tun, viel jedoch mit den politischen Verhältnissen in der Region.
Artemisia Gentileschi - Leben und Werk Autorin Dagmar Lutz, 29,2 x 25,9 cm, 144 Seiten, 120 Abbildungen, Fester Einband mit Schutzumschlag, Belser Verlag Stuttgart, €(D) 29,95 / €(A)30,80 / CHF 43,50
Artemisia Gentileschi (1593–1652) ist eine der bedeutendsten Frauengestalten in der Geschichte der Kunst, die sich gegen alle Konventionen als professionelle Malerin im barocken Italien durchsetzte. Mit 17 Jahren vom Freund ihres Vaters vergewaltigt und durch ein falsches Eheversprechen getäuscht, kämpfte sie in einem spektakulären Prozess um die Wiederherstellung ihrer Ehre. Sie fand trotz dieser Ereignisse ihren Weg als anerkannte und erfolgreiche Malerin, zu deren Auftraggebern u. a. die Medici gehörten. Dieser Bildband beleuchtet vor den zeitgeschichtlichen Hintergründen das Leben und Werk der Künstlerin. Gentileschis Bilder zeichnen sich nach dem Vorbild Caravaggios durch ihre lebensnahe Darstellung und dramatischen Lichteffekte aus, und gerade ihre Frauengestalten beeindrucken bis heute: Sie offenbaren Gefühle wie Angst und Ohnmacht, aber auch Mut, Tatkraft und Entschlossenheit. Dagmar Lutz ist freie Sachbuchlektorin, Übersetzerin und Autorin. Sie absolvierte ein Studium der Germanistik, der klassischen Philologie und der Kunstgeschichte.
Licht und Schatten Vom Hell und Dunkel in der Kunst Autor Hajo Düchting, 29,2 x 25,8 cm, 128 Seiten, 100 Abbildungen, Fester Einband mit Schutzumschlag, Belser Verlag Stuttgart, €(D) 29,95 / €(A) 30,80 / CHF 43,50
Kein Licht ohne Schatten – Das Wechselspiel von Licht und Schatten gehört zu den wichtigsten Gestaltungselementen in Malerei und Kunst. Die Darstellung und der symbolische Gehalt dieser Helldunkel Phänomene beschäftigte die Künstler aller Epochen: So staunen wir zum Beispiel über die stimmungsvolle Beleuchtung bei Georges de La Tour, die Intensität des Sonnenlichts bei den Impressionisten oder die außergewöhnlichen Lichtinstallationen der Moderne. Hajo Düchting nimmt uns mit auf eine Reise durch lichte Höhen und dunkle Schattentäler. In der Hitze der Nacht können wir den Sternenhimmel bewundern, ins Lichtermeer der Großstadt eintauchen, aber auch Träumen und Ängsten begegnen. Mit der Morgendämmerung wird das Licht zur Farbe, es zeigt sich das Spiel der Sonnenstrahlen, das Sehnsüchte weckt oder einfach nur ein Lächeln auf das Gesicht des Betrachters zaubert. Hajo Düchting, Kunsthistoriker und Maler, unterrichtete an kunstgeschichtlichen Instituten und Kunstakademien. Er hat zahlreiche Bücher zur Kunstgeschichte publiziert.
Schritte in die Stille - Die große Schule der Meditation Autor Peter Wild, Hardcover, Format 14 x 22 cm, 280 Seiten, Grünewald-Verlag, €(D) 24,90 Wer meditiert, merkt schon sehr bald, dass die Meditationspraxis von zwei scheinbar gegenläufigen Tendenzen lebt: diszipliniert üben und sich beschenken lassen. In seinem neuen Buch widmet sich Peter Wild vor allem der Seite des Übens. Getragen von der jahrzehntelangen Erfahrung als Leiter von Meditationsseminaren entfaltet er Schritt für Schritt konkrete Impulse für den Übungsweg der Meditation. Vielfältige Anregungen machen sensibel für die nicht-machbare Dimension der Meditation: das Beschenktwerden. Eine umfassende und detaillierte Darstellung eines alltagstauglichen Übungsweges der Meditation und wertvolle Begleitung für die eigene Praxis
Pilgerorte der Weltreligionen Auf Entdeckungsreise zwischen Tradition und Moderne
Autor Gerhard Schweizer, Vorwort Karl-Josef Kuschel, Hardcover mit Schutzumschlag, Format 14 x 22 cm, 304 Seiten, mit 16 Farbtafeln und s/w-Abbildungen, Patmos Verlag, €(D) 26,90 An den großen Pilgerorten der Weltreligionen begegnen sich auf kleinem Terrain Menschen unterschiedlichster Herkunft und weltanschaulicher Orientierungen. Gerhard Schweizer hat die Rituale von Wallfahrern beobachtet und persönliche Gespräche mit Pilgern verschiedener religiöser oder konfessioneller Richtungen geführt. Leben Pilger unterschiedlicher Religionen in völlig verschiedenen Vorstellungswelten oder lassen sich auch Gemeinsamkeiten über alle Kulturgrenzen hinweg beschreiben? Schweizer führt uns die Fragen vor Augen, die sich ergeben, wenn wir religiöse Praktiken und Denkweisen jenseits unseres eigenen Horizonts verstehen wollen. So wird die Betrachtung von Pilgerorten der ganzen Welt mit ihrer bunten Vielfalt zu einer reizvollen und interessanten Entdeckungsreise. Spannend geschrieben wie ein Reisebericht; mit außergewöhnlichem Bildmaterial.
Mut zur Pflicht Warum wir mehr Verantwortung tragen müssen
Autor Otto von Habsburg, Hardcover mit Schutzumschlag, Format 14 x 22 cm, 196 Seiten, Patmos-Verlag, €(D) 19,90 Unserem Gemeinwesen fehlt es an einer Vision und an einem Bewusstsein für die gemeinschaftlichen Werte, so die provokante These Otto von Habsburgs. Viele Bürgerinnen und Bürger halten den Staat und besonders das vereinte Europa mit seinen unüberschaubaren Institutionen für übermächtig und reagieren resigniert mit Politikverdrossenheit. In seinem Buch zeigt der fast Hundertjährige, wie sehr das Gemeinwesen auf den Einzelnen angewiesen ist und wie zerbrechlich die soziale Ordnung, wenn sich zu viele aus ihrer Verantwortung zurückziehen. Er gibt konkrete Anregungen, wie wir unsere Möglichkeiten zum eigenen Wohl und zum Wohl aller entfalten und nutzen können. Denn wenn wir den Staat zurückhaben wollen, dann müssen wir auch etwas dafür tun. Das Vermächtnis eines großen Demokraten, streitbar und wegweisend.
Das Grabmal des Günstlings Studien zur Memorialkultur frühneuzeitlicher Favoriten Hrsg. Arne Karsten, humboldt-schriften zur kunst- und bildgeschichte, Band XV, Herausgegeben von Institut für Kunst- und Bildgeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin, 352 Seiten, 146 Abbildungen, 17 × 24 cm, Klappenbroschur, Gebr. Mann Verlag, €(D) 59,00 / CHF 78,90
Er gehört zu den negativ belegten Gestalten der Geschichte: der Günstling, jene Figur des einflussreichen Politikers, der seine Stellung allein der Gunst des Herrschers verdankte. Anhand von Fallbeispielen untersucht der Band, wie der Ruf frühneuzeitlicher Günstlinge bei der Nachwelt durch aufwendige Grabmonumente positiv besetzt werden sollte. Das frühneuzeitliche Europa war geprägt durch ein altbekanntes, in dieser Epoche aber gehäuft auftretendes gesellschaftliches Phänomen: die Figur des Günstlings, der, gestützt allein auf das Vertrauen des fürstlichen Souveräns, die Fäden der Politik in den Händen hielt. Dieser »Favorit« war nicht an Herkunft und Stand, nicht an Religion, ja nicht einmal an das Geschlecht gebunden. Es gab hochadlige Günstlinge ebenso wie solche aus dem niederen Adel oder bürgerliche, protestantische und katholische (hier oft im Kardinalsrang) und ebenso weibliche Günstlinge, in der Gestalt der Mätresse. Gemeinsam war ihnen allen, dass sie ihren rasanten gesellschaftlichen Aufstieg vor allem der informellen Nähe zum Herrscher verdankten und deswegen rechtfertigen mussten. Dieser Rechtfertigung diente in besonderem Maße die wohldurchdachte, oft schon zu Lebzeiten in Auftrag gegebene Stilisierung ihres Andenkens durch kostspielige Grabmonumente. Die im vorliegenden Band vereinigten Studien untersuchen die dabei gewählten visuellen Strategien im Kontext der jeweiligen politischen Konstellationen in den Staaten des frühneuzeitlichen Europa.
Der Lachs - Ein Fisch kehrt zurück Autoren Mertens, Marion / Bösiger, Ruedi / Imhof, Paul / Knutti, Andreas / Küry, Daniel / Staub, Erich, 264 Seiten, 150 farbige u. 20 sw Abbildungen, 20 Grafiken/Tabellen, gebunden, 23,5 x 26 cm, Haupt-Verlag, €(D) 39,90 / €(A) 41,10 / CHF 49,00
Lachse wanderten noch vor hundert Jahren vom Atlantik bis in die Gebirgsflüsse der Alpen, wo sie laichten, und die Lachsfischerei war Lebensgrundlage vieler Fischer. Heute gleicht das Auftauchen eines Lachses in Basel einer Sensation und kaum jemand weiß von der historischen Verbreitung der Rheinlachse. Eigentlich aber könnten Lachse wieder zurückkehren, denn die Wasserqualität ist heute deutlich besser als vor zwanzig Jahren. Von den Laichgebieten in den Alpenflüssen bis zur Rheinmündung und der Nordsee begleitet dieses Buch den Lachs während seinem erstaunlichen Lebenszyklus, beleuchtet die Ursachen für sein Aussterben im Rhein und schildert die bereits eingeleiteten Maßnahmen für eine Rückkehr. Und es skizziert, wie die Lebensräume revitalisiert werden müssten, um eine langfristige Wiederansiedlung der Lachse gelingen zu lassen. Sachkundig und fundiert porträtieren die Autoren den Lachs und seine Geschichte. Interviews mit Beteiligten und kulinarische Trouvaillen ergänzen das reich bebilderte Buch. “Das mit hervorragenden Bildern und leicht lesbaren Texten attraktiv aufgemachte Werk beleuchtet Biologie und Werdegang des Lachses, seine Bedeutung für den Menschen, die Fangtechniken von gestern und heute, die ganze Problematik rund um die Lachszucht und anderes mehr.“ Basler Zeitung BaZ, 6.10.11
Sophia Schama Bommerang – Malerei 1998 – 2011 Hrsg. Städtische Galerie Dresden–Kunstsammlung, Linda Karohl und Gisbert Porstmann, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg, 120 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, €(D) 28,00
Sophia Schamas Bilder sind als hybride Landschaften zu verstehen. Die Natur bei Sophia Schama hat nichts Idyllisches. Tiere treten uns hier ebenbürtig gegenüber, distanziert, nicht schutz- oder hilfsbedürftig. Die Bilder lassen sich als Ausdruck einer Koproduktion von Natur und Gesellschaft lesen. Dass die Natur vergesellschaftet wird, während die Gesellschaftsentwicklung naturwüchsig verläuft, ist ein gedanklicher Komplex, den die Künstlerin mit ihren Motiven immer wieder anreißt, ohne eine endgültige Positionierung vorzunehmen, und so dem Betrachter ermöglicht, seinen eigenen Standpunkt zwischen Natur und Kultur zu hinterfragen. Schamas Bildwelten stecken voll verwirrender motivischer Bezüge. Mit nur wenigen sorgfältig gesetzten Pinselstrichen entstehen komplexe Flächeraum-Verhältnisse.
Michael Croissant - Zeichnungen und Collagen Mit einem Vorwort von Michael Semff, 144 Seiten, ca. 150 Abbildungen in Farbe, Hirmer Verlag, München,€(D) 29,90/ CHF 43,90
Michael Croissant (1928 – 2002) gehört zu den bedeutenden deutschen Bildhauern im 20. Jahrhundert. Die Monographie der Zeichnungen, die anlässlich der Ausstellung im Museum Moderner Kunst – Wörlen, Passau, erscheint, ermöglicht einen grundlegenden Überblick über Croissants Arbeiten auf Papier. Parallel zum bildhauerischen Werk schuf Michael Croissant ein großer Komplex Zeichnungen, farbiger Arbeiten sowie Collagen. Auf dem Papier bearbeitete er dieselben Motive und Themen wie in seinem dreidimensionalen Werk. Hier wie dort war der Münchner Künstler sehr produktiv und erprobte unermüdlich neue Varianten in der für ihn typischen, reduzierten Formensprache. Dokumentiert das zeichnerische Werk in den Anfangsjahren zunächst vor allem Croissants Suche nach einem individuellen, zeitgemäßen künstlerischen Ausdruck, so wandelt es sich im Laufe der Jahrzehnte zu einem ergänzenden, das bildhauerische Arbeiten begleitenden Schaffen und belegt Croissants unaufhörliche Suche nach einer gültigen Form. Dabei behält die Arbeit mit Stift, Pinsel und Schere eine gewisse Ungebundenheit, die im reifen Werk gelegentlich eine effektvoll farbenfroh verspielte Tendenz aufweist. Der vorliegende Band dokumentiert den Umfang dieser eindrucksvollen Arbeiten auf Papier. Da mit erschließt er einen bisher im Schatten der Bildhauerei stehenden Werkkomplex von Croissant, der für das Verständnis seines Œuvres von großer Bedeutung ist.
Eugen Schönebeck. 1957–1967 Hrsg. Pamela Kort, Max Hollein und Schirn Kunsthalle Frankfurt, Text: Autorin: Pamela Kort, 176 Seiten, 81 Farbtafeln, 124 Abbildungen in Farbe, Deutsch/ Englisch, Hirmer Verlag, München, €(D) 34,90/ CHF 49,90
Das malerische Werk von Eugen Schönebeck wird mit dieser Retrospektive dem Publikum wieder in Erinnerung gebracht. Der Katalogband versammelt erstmalig in Form eines Werkverzeichnisses alle noch erhaltenen Leinwandgemälde Schönebecks sowie etwa 40 seiner Arbeiten auf Papier. Eugen Schönebeck (*1936 bei Dresden) ging 1955 nach Westberlin, wo er an der Hochschule für bildende Künste studierte und von 1957 bis 1962 mit Georg Baselitz zusammenarbeitete. Schönebecks Werke schwanken zwischen Abstraktion und Figuration und präsentieren seltsame, mutierte Wesen, die zwischen der Welt der Toten und der der Lebenden zu schweben scheinen. Als erster deutscher Nachkriegskünstler verarbeitete er in seinen zerfetzten, manchmal grotesken Arbeiten die Schrecken des Krieges. Die monumentalen Porträts von sowjetischen Kulturhelden bilden einen weiteren großen Werkkomplex. Seine im Kern unangepassten Gemälde sind im Wesentlichen existentialistischer Natur. Überzeugt, dass alles, was er zu sagen habe, auf Leinwand gebracht sei, zog er sich Mitte der 1960er Jahre aus der Kunstwelt zurück. Der Katalog stellt erstmals als Werkverzeichnis des malerischen Œuvres alle noch existierenden Leinwandgemälde Schönebecks und etwa 40 Papierarbeiten vor. Eine umfangreiche, auf persönlichen Gesprächen basierende Biographie des Künstlers ordnet ihn in den Kontext der soziopolitischen Ereignisse im Nachkriegsdeutschland ein. Anliegen des Kataloges ist es, Schönebeck wieder zu seinem rechtmäßigen Platz in der Kunstgeschichtsschreibung zu verhelfen.
Die Welt des Lucas Cranach Ein Künstler im Zeitalter von Dürer, Tizian und Metsys Autor: Guido Messling, 272 Seiten, 231 farbige und 130 s/w-Abbildungen, 2. Auflage, E.A. Seemann, Leipzig, €(D) 49,90/ € (A) 51,30/ CHF 69,90 Lucas Cranach der Ältere (1472 bis 1553) ist einer der ganz großen Künstler der deutschen und europäischen Renaissance. Der Bildband, erschienen zur Ausstellung im Palast der Schönen Künste in Brüssel, zeigt rund 150 Werke des Künstlers. Darunter sind seine Hauptwerke ebenso wie einige selten oder bislang noch gar nicht auf Sonderausstellungen gezeigten Gemälde. Den Werken Cranachs werden Arbeiten weiterer Künstler wie Dürer, Altdorfer, van Leyden und Farncia gegenübergestellt. Die Texte stammen von Cranachspezialisten. Das Buch erhält dadurch den Charakter einer umfassenden Monografie.
Wilhelm Wichtendahl 1902–1992 Architekt der Post, der Rüstung und des Wiederaufbaus Hrsg. Winfried Nerdinger, 216 Seiten, mit 221 Abbildungen, davon 1 farbig, Band 9, Reimer Verlag, Berlin, €(D) 49,00/ CHF 69,50
Wilhelm Wichtendahl (1902–1992) hat die deutsche Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts an entscheidenden Wendepunkten mitgestaltet – von den Anfängen in der Postbauschule Vorhoelzers über die NS-Zeit, in der er zu einem der führenden Architekten der Rüstungsindustrie avancierte, bis hin zu der Rolle, die er als Vertreter der Moderne und Präsident des BDA im Nachkriegsdeutschland spielte. In seiner mehr als 50 Jahre währenden Schaffenszeit stellte sich Wilhelm Wichtendahl nahezu allen Bauaufgaben. Geschult an der strengen Funktionalität der Münchener Postbauschule konzipierte er in der NS-Zeit Hallenbauten für die Rüstungsindustrie. In der Ära des Wiederaufbaus reüssierte er mit Wohnungs-, Verwaltungs- und Schulbauten, vor allem aber mit bedeutenden Krankenhausbauten. Als Präsident des Bundes Deutscher Architekten (BDA) von 1959 bis 1965 verhalf Wichtendahl der Nachkriegsarchitektur in Deutschland zu nationalem wie internationalem Ansehen. 1963 wurde Wichtendahl mit der Ehrendoktorwürde der Technischen Hochschule München ausgezeichnet und zum Ehrenmitglied des „Royal Institute of British Architects“ ernannt. Mit dieser Publikation entsteht erstmalig ein vollständiges Bild des vielfältigen Œuvres Wichtendahls.
Armin Reumann 1889-1952 Autor: Siegfried Wichmann, 208 Seiten, mit 210 meist farbige Abbildungen, Belser Verlag, München, ca. €(D) 49,95/ €(A) 51,40/ CHF 77,90 Die Wiederentdeckung eines deutschen Impressionisten. Die stimmungsvollen Gemälde Armin Reumanns aus Sonneberg/Thüringen fanden im Umkreis der Münchner Secession begeisterten Widerhall. Erstmals wird nun das von der Familie sorgsam verwahrte Oeuvre in einer Monographie einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt – es wirft ein neues Licht auf die Entwicklung der Kunst im Deutschland der 1920er und 30er Jahre.
Polyphone Resonanzen Paul Klee und Frankreich – La France et Paul Klee Hrsg. von Andreas Beyer; begründet von Thomas W. Gaehtgens, Deutsches Forum für Kunstgeschichte - Centre allemand d’Histoire de l’Art, Hrsg. Gregor Wedekind, 216 Seiten, 59 sw-Abbildugnen und 8 Farbtafeln, Band 35, Beiträge in deutscher und französischer Sprache, Deutscher Kunstverlag, Berlin, €(D) 38,00/ €(A) 39,10/ CHF 54,50
Das Verhältnis zwischen Frankreich und Paul Klee ist das einer verpassten Liebe. Der vorliegende Band versammelt die deutsch- bzw. französischsprachigen Beiträge eines internationalen Kolloquiums am Deutschen Forum für Kunstgeschichte in Paris, das zum Ziel hatte, jenes schwierige Verhältnis von Paul Klee und Frankreich auszuloten. Das Verhältnis der Franzosen zu Paul Klee ist die Geschichte einer verpassten Liebe wie umgekehrt Klees Bezug auf die französische Kunst und Kultur von starker Anziehung und Reserve zugleich gekennzeichnet ist. Mit dem Surrealismus fand der Künstler in Frankreich schlagartig Beachtung, die in ihrer Wirkung allerdings im Wesentlichen auf einzelne Intellektuelle beschränkt blieb. Gelegentliche Anknüpfungsversuche, die von der École de Paris in den fünfziger und sechziger Jahren ausgingen, reichten nicht aus, Paul Klee in Frankreich dauerhaft einen herausgehobenen Platz im Kanon der Moderne zu verschaffen. Der vorliegende Band versammelt deutsch- beziehungsweise französischsprachige Beiträge, die das Ziel haben, jenes schwierige Verhältnis von Paul Klee und Frankreich auszuloten und dabei zugleich eine Bilanz zu ziehen, die nicht nur die Rezeption Klees in Frankreich betrifft, sondern grundsätzlich fragt, wie im Hinblick auf Klee die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts zu schreiben ist.
Rebecca Horn Künstlerische Selbstpositionierungen im kulturellen Raum Autorin: Alexandra Tacke, 293 Seiten, 101 sw-Abb. Böhlau Verlag, Köln, €(D) 39,90/ €(A) 41,10
Rebecca Horn ist eine der erfolgreichsten und vielseitigsten deutschen Gegenwartskünstlerinnen, die in den letzten vier Jahrzehnten ein komplexes Œuvre geschaffen hat. Sie ist mit zahlreichen Kunstpreisen ausgezeichnet worden – zuletzt 2010 mit dem sogenannten Nobelpreis der Künste, dem Praemium Imperiale des japanischen Kaiserhauses. Rebecca Horn arbeitet mit einer Vielzahl von Medien: Performance, Zeichnung, Installation, Kinetik, Video, Film, Fotografie und Text. Das vorliegende Buch stellt das Werk in seiner gesamten Breite vor, wobei der Schwerpunkt auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit politischen, historischen, sozialen und medialen Räumen liegt. Durch ihre Referenzen auf diverse Kunstrichtungen und den – vornehmlich männlich dominierten – Kunstdiskurs positioniert sich Rebecca Horn auf so rebellische wie selbstbewusste Weise im kulturellen Feld.
Embodied Visions: What Does it Mean to Look at a Work of Art? – Mit dem Körper sehen: Was bedeutet es, ein Kunstwerk zu betrachten? Autorin: Siri Hustvedt, Hrsg. von María Isabel Peña Aguado, Internationale Schelling Vorlesung an der Akademie der Bildenden Künste München - The Schelling Lectures on Arts and Humanities, Band 3, 72 Seiten mit 9 schwarzweißen Abbildungen, Text: Deutsch und Englisch, Deutscher Kunstverlag, Berlin, €(D) 14,90/ € (A) 15,40/ CHF 23,50
Kunst ist nicht möglich ohne die Fähigkeit des Menschen, sich seiner selbst bewusst zu werden. Das Betrachten eines Kunstwerks beinhaltet immer eine Spiegelung: die Wahrnehmung der Vorstellungen eines anderen Menschen in diesem Werk. Die Bedeutungen, die bei der Rezeption eines Kunstwerks entstehen, sind sowohl körperlich als auch geistig-schöpferisch, bewusst und unbewusst, real und imaginär. Kunst ist nicht möglich ohne die menschliche Fähigkeit, sich seiner selbst bewusst zu werden. Das Betrachten eines Kunstwerks beinhaltet immer eine Spiegelung: die Wahrnehmung der Vorstellungen eines anderen Menschen in diesem Werk. Die Bedeutungen, die bei der Rezeption eines Kunstwerks entstehen, sind nicht nur kognitiv, sondern auch körperlich und geistig-schöpferisch. Wahrnehmung geschieht nicht passiv, sondern aktiv und baut auf unseren zumeist unbewussten, erlernten motorisch-sensorischen Fähigkeiten auf, einem propriozeptiven Verhältnis zum Raum. Weder die Erschaffung noch die Wertschätzung von Kunst wäre möglich ohne dieses Spiel mit der Vorstellungskraft – wir leben in der realen Welt und tragen dabei eine weitere in uns: die Welt des Scheins.
KunstFotografie Katalog der Fotografien von 1839 bis 1945 aus der Sammlung des Dresdner Kupferstich-Kabinetts Hrsg. Agnes Matthias, mit Beitragen von Franziska Brons, Katja Hofmann, Fabian Knierim, Christin Krause, Hans-Ulrich Lehmann, Agnes Matthias, Katja Schumann und Sandra Starke, 352 Seiten, mit 732 farbigen und 75 schwarzweißen Abbildungen, Deutscher Kunstverlag, Berlin, €(D) 48,00/ €(A) 49,40/ CHF 67,90
Bei der Etablierung der Fotografie als künstlerisches Bildmedium um 1900 spielte das Dresdner Kupferstich-Kabinett eine Vorreiterrolle. Als eines der ersten deutschen Kunstmuseen begann man hier schon 1899, eine Sammlung mit Werken damals international führender Kunstfotografen aufzubauen. In kontinuierlicher Erweiterung der Bestände widmete man sich fortan der zeitgenössischen Fotografie, entdeckte aber auch retrospektiv die Frühgeschichte des Mediums. Der Katalog präsentiert den Bestand der Fotografien, der rund 3.800 Objekte verschiedener fotografischer Techniken beinhaltet. So sind Reisefotografien von den Fratelli Alinari, Aktfotografien von Wilhelm von Gloeden und Werke von Hugo Erfurt und Nicola Perscheid bis hin zu Fotografien von El Lissitzky, Lazlo Moholy Nagy und Alexander Rodtschenko vertreten.
Franz Radziwill Meisterwerke aus privaten Sammlungen Hrsg. Katharina Henkel, Lena Nievers, Texte von Katharina Henkel, Anna-Julia Hüppe, Jessica Midding, Lena Nievers, Sigrid Pfandlbauer, 208 Seiten, mit 145 farbigen und 11 s/w Abbildungen, Wienand Verlag, Köln, €(D) 39,80/ CHF 56,90
Franz Radziwill (1895–1983) gilt als wichtiger Maler der Neuen Sachlichkeit und als einer der Hauptvertreter des Magischen Realismus. Dieser Band enthält über hundert seiner Gemälde und Papierarbeiten aus Privatsammlungen, darunter Lieblingsstücke des STERN-Gründers Henri Nannen sowie Glanzlichter der Sammlung Claus Hüppe, Oldenburg. Zwischen 1916 und 1969 entstanden, umfassen die gezeigten Werke nahezu die gesamte Schaffenszeit des Wahl-Dangasters. So spannt sich ein weiter Bogen vom expressionistischen Frühwerk über Bilder der Neuen Sachlichkeit bis hin zu detailgenauen, zunehmend fantastisch wirkenden Arbeiten seines gereiften Œuvres. Darüber hinaus vereint die Publikation all jene Themenkomplexe, die den Künstler zeitlebens interessierten und daher immer wieder Eingang in sein Schaffen fanden: Landschaften, Stadtansichten, Marinebilder, Stillleben und Porträts.
DIE JUGEND DER MODERNE Hrsg.: Margot Th. Brandlhuber, Michael Buhrs, 540 Seiten, 362 Farbabbildungen, Deutsch, Arnoldsche Verlagsanstalt, Stuttgart, €(D) 49,80
Die Publikation präsentiert kaum gesehene Schätze des Jugendstils aus hochkarätigen Münchner Privatsammlungen mit Werken der wichtigsten europäischen und einiger amerikanischer Künstler, Entwerfer und Manufakturen. In ihnen offenbart sich eindrucksvoll die ganze Dynamik dieser Bewegung: Die Verbindung von Kunst und Leben. Mehr als 350 Objekte belegen die Bandbreite, derer sich die führenden Künstler der Zeit bedienten, um über alle Material- und Gattungsgrenzen hinweg einen „neuen Stil“ für das 20. Jahrhundert zu kreieren. Gemälde, Grafiken und Skulpturen spiegeln die Proklamation des „neuen Zeitalters“ ebenso wie Möbel und Wandbehänge oder Arbeiten aus Bronze, Silber, Email, Glas und Keramik. Ziel war es, die Kunst zu einer neuen Einheit zu führen und mit ihrer Hilfe das Leben einer ganzen Epoche zu reformieren. Die Präsentation besticht durch die Qualität und Einmaligkeit ihrer Stücke; Höhepunkte sind Objekte aus den Pariser Avantgarde-Galerien „L' Art Nouveau“ von Siegfried Bing und „La Maison Moderne“ von Julius Meier-Graefe sowie von der Pariser Weltausstellung 1900. Glanzlichter des Japonismus, der nicht nur in Europa eine wahre Welle der Begeisterung auslöste, und Objekte, die die progressive Entwicklung des Jugendstils in München zeigen, runden das vielschichtige Bild der künstlerischen Entwicklung im frühen 20. Jahrhundert ab.
gralglas Deutsches Design 1930-1981 Hrsg.: Helmut Ricke und Wilfried van Loyen, mit Beiträgen von Helmut Ricke, Xenia Riemann, Wilfried van Loyen, 240 Seiten, 98 farbigen und 402 sw-Abbildungen sowie eine CD-ROM, Deutscher Kunstverlag, München, €(D) 48,00/ €(A) 49,40/ CHF 67,90
Gralglas ist eine der führenden Manufakturen im Designbereich im Nachkriegsdeutschland. Mit einem dezidierten Formprogramm zeigt sie ein Profil, das in der Publikation schwerpunktmäßig an den Gebrauchs- und Ziergefäßen wie Vasen, Krügen und Karaffen nachvollzogen wird. Aufmerksamkeit gilt dabei der persönlichen Handschrift der Designer. Gralglas in Dürnau ist eine der führenden Manufakturen im Designbereich. Neben Süßmuth in Immenhausen, der Wiesenthalhütte in Schwäbisch Gmünd und der Manufaktur der WMF in Geislingen zählt das Unternehmen zu den wenigen deutschen Firmen, die in der Nachkriegszeit mit einem dezidierten Formprogramm ein eigenes Designprofil zeigten. Die Publikation setzt einen Schwerpunkt auf Gebrauchs- und Ziergefäße mit besonderem Designanspruch, also auf Vasen, Krüge, Karaffen. Darüber hinaus werden die wichtigsten Trinkglasservice und nach Künstlerentwürfen gefertigte Unikate kommentiert und in zahlreichen Abbildungen vorgestellt. Besonderes Augenmerk gilt dabei der persönlichen Handschrift der für die Firma tätigen Designer. Eine Auswahl von Modellen der Gral-Glas-Werkstätten in Göppingen, aus denen gralglas in Dürnau hervorging, macht die Voraussetzungen für die Glasgestaltung der 1950er Jahre anschaulich. Ergänzt wird der Band durch Designerviten und historische Fotos sowie einer CD mit Archivmaterial. Es ist das Begleitbuch zur Ausstellung im Glasmuseum Hentrich im museum kunstpalast Düsseldorf, vom 5. März bis 5. Juni 2011.
Wandbilder der Belle Époque in europäischen Wohn- und Geschäftshäusern Autor: Werner Brunner, 288 Seiten, 136 farbigen und 13 sw-Abbildungen, Deutscher Kunstverlag, München, €(D) 48,00/ €(A) 49,40/ CHF 67,90
Die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine Epoche des repräsentativ inszenierten, multifunktionalen und sozialintegrativen Städtebaus, wobei auch Wandbilder von Paris bis Odessa, von Lissabon bis Moskau eine enorme Konjunktur erlebten. Die noch erhaltenen Reste dieses kulturellen Erbes lohnt es wiederzuentdecken und zu bewahren. Wandbilder hatten um 1900 von Paris bis Odessa, von Lissabon bis Moskau eine Hochkonjunktur. Durch sie äußert sich eine wahre Bilderlust, die heute nicht mehr denkbar aber erinnerungswert ist. Fassaden, Eingangsbereiche, Treppenhäuser und Innenhöfe der Wohn- und Geschäftshäuser galten als Visitenkarte der stolzen Bauherren und waren auch mithilfe von Wandbildern für Bewohner und Besucher festliche Einstimmung in die Immobilie. Neben den großen Erfindungen, der industriellen Dynamik und wirtschaftlichen Prosperität war die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts auch die Zeit des repräsentativ inszenierten, multifunktionalen und sozialintegrativen Städtebaus und einer Baukultur, die eine Vielfalt an bautechnischen und baugestalterischen Leistungen hervorbrachte. Sie prägen noch heute qualitativ und quantitativ die europäischen Städte. Dennoch zeigt sich nur noch ein spärlicher Rest der Wandbilder und in Osteuropa ist der noch erhaltene Bestand dieses kulturellen Erbes durch wachsenden Veränderungsdruck stark gefährdet.
Sehen und Sakralität in der Vormoderne Hrsg.: David Ganz und Thomas Lentes, KultBild Band 4, 309 Seiten, 86 Abbildungen und 24 Farbtafeln, Reimer Verlag, Berlin, €(D) 69,00/ CHF 97,90
Das Verhältnis von Mensch und Gott, von Diesseits und Jenseits, von Profan und Sakral wird stets über Sehmodelle definiert. Im Zentrum des Bandes steht die Frage, welchen Anteil die Bildmedien der Vormoderne an der Prägung religiöser Blickformen haben. Aus dem Inhalt: David Ganz: Einführung; Thomas Lentes: Der göttliche Blick. Hieronymus Boschs Todsündentafel – eine Einübung ins Sehen; Augenzeugen; Andreas Matena: Ein tastender Blick; Heike Schlie: Der Blick in das nicht leere Grab im Kreuzgang von S. Domingo de Silos. Ordnungen des Sehens und apostolische Zeugenschaft im Medium der Skulptur; Assaf Pinkus: A Voyeuristic Invitation in the Arena Chapel; Lucas Burkart: Der kritische Blick, oder: Enea Silvio Piccolomini schildert die letzte Kaiserkrönung in Rom am 19. März 1452; Vera Beyer: Durch Blicke? Perspektiven auf Gott in persischer und niederländischer Buchmalerei des 15. Jahrhunderts; Marius Rimmele: Der verhängte Blick. Meister Franckes Hamburger Schmerzensmann und das Motiv des zweiten Vorhangs; Esther Meier: Der gehaltene Blick. Rembrandts Christus in Emmaus von 1628/29; Grazyna Jurkowlaniec: Der inszenierte Blick auf das Gnadenbild und zwei ‚verletzteʻ Figuren in der Zisterzienserklosterkirche Grüssau im 18. Jahrhundert; Markus Späth: Die Blicke der Heiligen – Heiligkeit des Blicks? Zur Darstellung der Augen von hochmittelalterlichen Kopfreliquiaren; Andreas Gormans: Visus perfectus – oder die Kunst, den Sündenfall vergessen zu machen; David Ganz: Der lineare Blick. Geometrie und Körperwelt in mittelalterlichen Bildern der Himmelsschau; Susanne Wegmann: Der reformatorische Blick. Sehen oder Hören – welche Sinneswahrnehmung führt zu Gott?
Glöckner Gemälde und Zeichnungen. 1904 bis 1945 Hrsg.: Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und Nachlass Hermann Glöckner Autor: Christian Dittrich (Werkverzeichnis der Gemälde und Zeichnungen); Werner Schmidt (Werkverzeichnis der Photographien); 308 Seiten, 947 überwiegend farbige Abbildungen, Sandstein Verlag, Dresden, €(D) 49,80
Mit dem Werkverzeichnis der vor 1945 entstandenen Gemälde, Zeichnungen und farbigen Blätter Hermann Glöckners, ergänzt durch das Verzeichnis seiner Photographien, legen Christian Dittrich und Werner Schmidt (†) aus jahrzehntelanger Kenntnis heraus eine umfassende Dokumentation des künstlerischen Frühwerks vor. Glöckners Vorliebe für bildstrukturierende Elemente und Kompositionslinien, die er später zum Prinzip seines »Tafelwerks« erhob und die ihn nach 1945 zu seinen Faltungen und dreidimensionalen Objekten führte, werden in ihrer Entwicklung anhand des reich bebilderten Werküberblicks nachvollziehbar. Die Publikation ist ein fundamentaler Baustein für die weitere Forschung zu einer herausragenden Künstlerpersönlichkeit, deren besonderer Stellenwert für die deutsche und europäische Kunst – und damit zur Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts überhaupt – erst spät erkannt wurde.
Wechselbeziehungen Mode, Malerei und Fotografie im 19. Jahrhundert Autorin: Burcu Dogramaci, 158 Seiten, mit zahlreichen Farb- und sw-Abbildungen, Jonas Verlag, Marburg, € (D) 20,00
Das 19. Jahrhundert war die Geburtsstunde zweier künstlerischer Disziplinen: der Haute Couture und der Fotografie. Mit dem erstarkenden Bürgertum etablierte sich eine Gruppe von Konsumenten, die Mode zum Aushängeschild für Wohlstand und gesellschaftliches Ansehen machte. Die Mode des Bürgertums beeinflusste unweigerlich auch die Portraitkunst jenes Jahrhunderts. Mehr als jemals zuvor wurden Kleidung und der damit verbundene Habitus zum bildbestimmenden Sujet. Das vorliegende Buch untersucht die Wechselwirkungen zwischen Mode, Malerei, Grafik und Fotografie im 19. Jahrhundert. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Werke von Ingres, Ferdinand Georg Waldmüller, Adolph Menzel, Fernand Khnopff, Honoré Daumier, Georges Seurat, Nadar, Hill & Adamson, Julia Margaret Cameron, Gustav Klimt, Lady Clementina Hawarden, Friedrich Wasmann, Paul Gavarni und Constantin Guys. Über die Autorin: Prof. Dr. Burcu Dogramaci, geb. 1971, lehrt am Institut für Kunstgeschichte der Ludwig-Maximilians-Universität München. Forschungen und Publikationen zu Mode, Modegrafik und Fotografie, Stadt- und Medienkultur, Exil und Migration.
Mysterium Leib Berlinde De Bruyckere im Dialog mit Cranach und Pasolini Hrsg. Cornelia Wieg und die Stiftung Moritzburg – Kunstmuseum des Landes Sachsen-Anhalt, Beiträge von G. Böhme, E. Blume, K. Bühler, C. Wieg und ein Interview zwischen B. De Bruyckere und H. Theys, 236 Seiten, 77 Abbildungen in Farbe und 153 in Schwarz-Weiß, Deutsch/ Englisch, € (D) 29,90/ CHF 43,90
Die Werke der flämischen Künstlerin Berlinde De Bruyckere erschüttern durch ihre Präsenz und Ambivalenz zwischen realem und metaphorischem Körper. In einem Epochen und Medien überspannenden Dialog mit Werken von Lucas Cranach d. Ä. und Pier Paolo Pasolini stellen sie aktuell die Frage der Leiblichkeit des Menschen. Die 1964 geborene Berlinde de Bruyckere, die in Gent lebt und arbeitet, ist eine Ausnahmeerscheinung in der zeitgenössischen Kunst. In ihren Werken wird die Fragilität des Körperlichen bis hin zu seiner Metamorphose in andere Wesen anrührend und bestürzend präsent. Angesichts der von den Wissenschaften entwickelten modernen Möglichkeiten Natur zu generieren, fordern diese Werke ethische Fragen heraus und werden in ihrer emotionalen und ästhetischen Distanz zum Voyeurismus der Medien und zu den Mechanismen der Werbebilder provozierend existenziell. Mit Lucas Cranach d. Ä. verbindet De Bruyckere die Reflektion über die Verwundbarkeit des Leibes in den Akten und in der Figur des »Schmerzensmannes«. In Bildern aus Filmen von Pier Paolo Pasolini erweist sich der Körper als Sprache einer bis in den Mythos reichenden Wirklichkeit. Der Filmregisseur und Schriftsteller wurde zum scharfen Kritiker des den Körper entwertenden „hedonistischen Faschismus“ der Medien- und Konsumgesellschaft, dessen Nivellierung er als Verlust von vitaler Wirklichkeit wertete. Das Katalog-Buch zeigt einen außergewöhnlichen Dialog in Bildern von De Bruyckere, Cranach und Pasolini. Ein Essay des Philosophen Gernot Böhme über die Figur des „Schmerzensmannes“ stellt die Kunstwerke vor den Hintergrund deutscher Philosophie und aktueller ethischer Fragestellungen.
Ulrich Klieber – Skizzenbuch Gedanken zu Kunst und Lehre 152 Seiten, 71 farbige Abbildungen, 1. Aufl., E.A. Seeman Verlag, € (D) 24.90/ € (A) 25,60/ CHF 37,80 Der Hochschullehrer und Künstler Ulrich Klieber hat ein Buch konzipiert, das Anregungen für die Kunstpraxis mit Persönlichem verbindet. Zusammen mit vielen Fotografien und Zeichnungen bilden die zum Teil sehr privaten Geschichten ein Skizzenbuch ganz besonderer Art. Es zeigt, wie der Pädagoge zu seinen außergewöhnlichen Unterrichtsideen gelangt. Texte über Malerei, Grafik und Design regen dazu an, den Blick für im Alltag verborgene künstlerische Themen zu schärfen und eigene Aufgabenstellungen zu entwerfen.
THE ART OF WRITING Bilder werden geschrieben Hrsg.: Heinz Kroehl, Autoren: André Kneib, Claus-Peter Haase, Heinz Kroehl, Karin Adrian von Roques, 320 Seiten, 190 Farbabbildungen, Deutsch/Englisch, Kehrer Verlag, Heidelberg, €(D) 48,00
In einer faszinierenden Gegenüberstellung präsentiert das Projekt "The Art of Writing" aktuelle Positionen der künstlerischen Avantgarde Chinas, Europas und der arabischen Welt. Vor allem in Japan, China, Korea und den Ländern wie Irak, Iran, Syrien, Palästina, Ägypten, den Emiraten und Marokko oder Algerien gilt Schreiben als »Mutter aller Künste«. Auch in Europa gibt es eine Reihe bedeutender Künstler, für die Schreiben das adäquate Ausdrucksmittel darstellt. Dabei fand schon Mitte des 20. Jahrhunderts ein künstlerischer Austausch statt, wo ein Teil der Künstler der Art Informel engen Kontakt zu Asien suchte. Ein Phänomen ist, dass sich erst jetzt die Künstler des Nahen und Fernen Ostens von dem Korsett der vorgeschriebenen Zeichenfigurationen befreien und auf der Suche nach ihrer eigenen Identität eine neue abstrakte Kunstform schaffen. Die Präsentation zeigt Werke von höchster Qualität, will aber nicht lediglich eine Schau von Spitzenwerken zusammenstellen. Stets will man ein bestimmtes Phänomen veranschaulichen und dem Betrachter näher bringen. Die künstlerischen Berührungen, Überschneidungen, Adaptionen mit anderen Kulturen zeigen: Es gibt eine Weltsprache geschriebener Kunst. Eine Gegenüberstellung dieser Art hat es bisher nicht gegeben. Die im Rahmen der Ausstellung erscheinende Publikation zeigt auch die Kraft, die diese Kunstform aus ihren Ursprüngen und Entwicklungen zieht.
Ordnung und Wandel in der römischen Architektur der Frühen Neuzeit Kunsthistorische Studien zu Ehren von Christof Thoenes Römische Studien der Bibliotheca Hertziana Hrsg. Hermann Schlimme und Lothar Sickel, Beiträge von H. Bredekamp, A. Brodini, P. Helas, J. Niebaum, M. Raspe, J. Röll, G. Schelbert, H. Schlimme, L. Sickel, V. Zanchettin, 256 Seiten, 13 Farbtafeln und 12 in Schwarz-Weiß, 176 Schwarz-Weiß Abbildungen, zahlreiche Pläne, Auf- und Grundrisse, Band 26, Hirmer Verlag, München, €(D)90,00/ CHF 119,00
Seit Jahrzehnten ist Christof Thoenes einer der renommiertesten und produktivsten Forscher zur italienischen Architektur der Renaissance und des Barock. Die Bibliotheca Hertziana hat Christof Thoenes im Dezember 2008 zum seinem 80. Geburtstag mit einem Festvortrag und einem Studientag geehrt. Der Band versammelt die Beiträge, die im Rahmen der Feierlichkeiten präsentiert wurden. Mit der Publikation des Sammelbandes bekunden insbesondere jüngere Mitglieder der Bibliotheca Hertziana ihren Dank an Christof Thoenes für sein stets kritisch anregendes Wirken, das auf ihre Forschungen prägenden Einfluss hatte. In den verschiedenen Beiträgen folgen die Autoren seinen weit gespannten Forschungsinteressen. Der Band enthält baugeschichtliche Untersuchungen zu den utopischen St. Peter-Entwürfen aus dem Pontifikat Leos X., zu mathematischen Grundlagen und zum Planungsprozess in Antonio da Sangallos Kuppelentwürfen für St. Peter sowie zu Carlo Fontanas Wissen um den Kuppelbau am Beispiel von Santa Margherita in Montefiascone. Zwei motivgeschichtliche Beiträge gelten dem Gebälk der Säulenordnungen in der Renaissance- und Barockarchitektur und der Nachfolge von Michelangelos in die Wand gestellten Säulen im Ricetto der Biblioteca Laurenziana. In einer literaturgeschichtlichen Untersuchung wird die Rezeption der Peterskirche in den Dichtungen von Girolamo Preti und Alessandro Tassoni beleuchtet. Um Fragen der römischen Urbanistik geht es einer Studie zur Expansion der Hospitalbauten bei Santo Spirito in Sassia und beim Lateran sowie in einer ikonographischen Analyse einer unbekannten Vedute von San Clemente in Montepulciano aus dem frühen 17. Jahrhundert. Die quellenkundliche Aufarbeitung eines Streits zwischen Gian Lorenzo Bernini und Virgilio Spada hat zugleich die Geschichte des Palazzo Cybo am Petersplatz im Blick. Eine Studie zu Ottavio Leonis Porträtzeichnungen Galileis rundet den Band ab.
Ruprecht von Kaufmann Werke 2007–2010 Hrsg. Christian Ehrentraut und Rupert Pfab, Texte von Mark Gisbourne, Nicola Graef, Magdalena Kröner, 176 Seiten, 77 Farbtafeln und 47 Abbildungen in Farbe, Hirmer Verlag, München, €(D) 29,90/ CHF 41,90
Ruprecht von Kaufmann (*1974 in München) hat am Art Center College, Los Angeles studiert. Er lebte in Los Angeles und New York, 2003 kam er nach Berlin. Zahlreiche Ausstellungen in Deutschland und Amerika machten ihn bekannt. Seine Bildzyklen „Nebel“, „Medea“ und „Äquator“ werden in dieser Publikation erstmals zusammen präsentiert. In von Kaufmanns Serie „Medea“ werden Heldenfiguren der Antike in die Gegenwart transponiert. Auf seinen „Nebel“-Bildern wird die Stimmung des Dargestellten kämpferisch und entwickelt sich von andächtigen Porträts zu regelrechten Schlachtengemälden. In seinem neuen Werkzyklus „Äquator“, einer Serie von neun groß-formatigen Arbeiten auf Filz, vertieft Ruprecht von Kaufmann seine Auseinandersetzung mit installativen und in den Raum greifenden Arbeiten. Auf schwarzen Filzbahnen entstehen in starkem Schwarz-Weiß-Kontrast in Acryl gemalte Szenen. Schlaglichtartig erscheinen archetypische Anti-Helden vor monochromen Hintergründen, verschatteten Interieurs und labyrinthischen Landschaften. Zwischen den Polen von Hell und Dunkel, Licht und Schatten sowie Gut und Böse verstärkt Kaufmann die Dramaturgie seiner Malerei durch massive Eingriffe in den Bildträger. Seine Bilder sind motivisch dicht, spannend und suggestiv. Sie vereinen vor dicht übereinandergelegten Farbschichten vermeintliche Erinnerungssequenzen mit Motiven aus der Literatur- und Kunstgeschichte.
Bernd Zimmer – Wüste 128 Seiten, mit zahlreichen Farbabbildungen, Präsenz Buch & Kunst, Gnadenthal, Hünfelden, €(D) 39,95
Die Wüste - das sind große Weiten, karge Landschaften und flimmerndes Licht. Von jeher fesseln diese unwirklichen Landschaften den Betrachter. Die besonderen Farben und Lichtstimmungen der Wüstenwelten des Gegenwartskünstlers Bernd Zimmer sind in dem Kunst-Literatur-Band Wüste eingefangen. In 50 Werken verbindet der Maler die Farben der Wüste mit seinem unverwechselbaren Stil am Rande der Abstraktion und erweckt im Betrachter einen Eindruck der Schönheit dieser nur auf den ersten Blick öden erscheinenden Sand-Stein-Landschaften. Ergänzt werden seine Bilder durch Texte der Weltliteratur, von der Bibel über Nietzsche, Saint-Exupéry, Camus bis hin zu Gegenwartsautoren wie Christoph Ransmayr. Der hochwertig gestaltete Kunst-Literatur-Band vermittelt die Faszination dieser lebensfeindlichen und doch so erhabenen Landschaft.
Reise in die Bücherwelt Drucke der Herzogin Anna Amalia Bibliothek aus sieben Jahrhunderten Hrsg.: Michael Knoche, 148 Seiten, mit 67 Farb- und s/w-Abbildungen, Böhlau Verlag, Köln, €(D) 19,90/ €(A) 20,50
Die Herzogin Anna Amalia Bibliothek gehört seit dem 18. Jahrhundert zu den bekanntesten Bibliotheken in Deutschland. Ihren Ruhm verdankt sie ihren fürstlichen Förderern Wilhelm Ernst, Anna Amalia und Carl August ebenso wie ihren Bibliothekaren, unter denen Johann Wolfgang von Goethe der bedeutendste war. Nach dem Feuer vom 2. September 2004, dem größten Bibliotheksbrand in Deutschland seit dem Zweiten Weltkrieg, und der feierlichen Wiedereröffnung im Jahr 2007 ist sie erneut ins allgemeine Bewusstsein gerückt. Die Bibliothek ist trotz der Verluste durch den Brand mit ihrem Bestand von einer Million Büchern eine Schatzkammer besonderer Art. Das Begleitbuch zur Ausstellung gibt Einblick in den reichen und universal geprägten Buchbestand der Herzogin Anna Amalia Bibliothek. Vorgestellt werden fünfzig bibliophile Werke, darunter die Schedelsche Weltchronik von 1493, die 1534 gedruckte Luther-Bibel oder Alexander von Humboldts amerikanisches Reisewerk von 1805. Ebenso interessieren Bücher, die in besonderer Weise mit Weimar verbunden sind wie Nietzsches Ecce Homo, das 1908durch Henry van de Velde gestaltet wurde. Ein jedes Buch eröffnet eine neue, andere Welt und ist auf seine Weise eine Kostbarkeit. Einführend beschreibt Michael Knoche die historische Entwicklung des großartigen Bestandes, der in der Herzogin Anna Amalia Bibliothek verwahrt wird.
Gerhard Altenbourg Monographie und Werkverzeichnis, Band I Autor: Annegret Janda, Hrsg: Lindenau-Museum Altenburg, WIENAND Verlag, Text: Willi Heining, 412 Seiten mit 80 farbigen und 1273 s/w Abbildungen, €(D) 78,00 / CHF 105,00
Gerhard Altenbourg (1926–1989) war ein in jeder Hinsicht außergewöhnlicher Künstler. Seit den fünfziger Jahren in Sammlerkreisen geschätzt, entstand sein mehrere Tausend Arbeiten umfassendes Œuvre in größter Zurückgezogenheit im thüringischen Altenburg. Nun liegt der erste Band des umfangreichen Werkverzeichnisses vor. Altenbourgs Lebensauffassung und seine Gedankenwelt – angeregt durch Bücher, Bilder und Begegnungen mit den verschiedensten Menschen – waren der Stoff, aus dem sein Werk erwuchs. Er entdeckte immer neue Mittel, das, was er ausdrücken wollte, zu formulieren. So kombinierte er stets eine Vielzahl von Techniken und Medien – von Aquarellen, Kohle- und Kreidezeichnungen über Umsetzungen in Steindruck, Holzschnitt, Radierung oder Metallrelief bis hin zu Künstlerbüchern und Texten. Allen Arbeiten gemeinsam ist die für Altenbourg charakteristische Innerlichkeit. Aus einander durchdringenden Köpfen, Landschaften und Szenen entwickeln sich die Gesamtkompositionen, entsteht ein detaillierter innerer Kosmos, in dem alle Arbeiten aufeinander bezogen sind. Altenbourgs Werk ist schwer einzuordnen, doch sind verschiedenste Einflüsse erkennbar, z.B. von Wols, Paul Klee und den Dadaisten. Um die thematischen und zeitlichen Zusammenhänge nicht auseinander zu reißen, wird Altenbourgs Werk in drei Bänden präsentiert, die chronologisch die einzelnen Werkgruppen mit den Lebensereignissen verknüpfen. Der vorliegende Band I umfasst die Zeit bis 1958, die – wie es in englischer Sprache treffend heißt – »formative years«, die durch die Erlebnisse als Soldat im Zweiten Weltkrieg und die Versuche, für ihre Schilderung eine angemessene geistige Form zu finden, geprägt waren. Einer dieser Versuche ist das Künstlerbuch »Dulce et decorum«. Band II wird das Werk der Jahre 1959 bis 1976 enthalten: die anfänglichen Erfolge, deren Abbruch durch den Bau der Berliner Mauer und die wiederholten Kontrollen durch die staatlichen Kunstbehörden, die 1976 mit den unerhörten Ereignissen um die Ausstellung im Schloss Hinterglauchau ihren Höhepunkt fanden, als Direktor und Mitarbeiter verhört und bestraft wurden. In Band III folgt das Werk der Jahre 1977 bis 1989, in denen sich allmählich größere Erfolge einstellten. 1989 starb Gerhard Altenbourg bei einem Autounfall.
Gerhard Altenbourg Monographie und Werkverzeichnis, Band II Malerei und Zeichnung, Plastik, Druckgraphik, Zeichnungen aus den Jahren 1959 bis 1976 Autor: Annegret Janda, Hrsg: Lindenau-Museum Altenburg, WIENAND Verlag, 520 Seiten mit 76 farbigen und 1534 s/w Abbildungen, €(D) 88,00 / CHF 117,00.
Gerhard Altenbourg (1923 - 1989) wohnte zeitlebens zurückgezogen im thüringischen Altenburg und gilt als einer der größten abstrakten Künstler der DDR. Gleichwohl war er im Westen präsenter und bekannter als in seiner Heimat. In seinem Œuvre, mit mehr als 600 Werken kaum überschaubar, kombinierte er stets eine Vielzahl von Techniken und Medien. Mit Pinsel, Feder, Tusche und Kreide, in Steindruck, Holzschnitt oder Radierung, baut sich der umfassen gebildete und belesene Künstler sein Spiegelkabinett der Moderne zusammen. Jetzt liegt der zweite Band seines Werkverzeichnisses vor, der eine intime Annäherung an das "Kunstuniversum des pictor doctus" (Eduard Beaucamp in der FAZ) erlaubt.
Der Kubofuturismus und der Aufbruch der Moderne in Russland, Band I der Ausstellungsreihe „Russische Avantgarde“ Hrsg. Katia Baudin unter Mitarbeit von Elina Knorpp / WIENAND Verlag, Text: John E. Bowlt, Jean-Claude Marcadé, Andréi Nakov, Ada Raev, Isabel Wünsche u.a., 96 Seiten mit 83 farbigen und 21 s/w Abbildungen, €(D) 19,80 / CHF 28,90
Mit über 800 Werken beherbergt das Museum Ludwig eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zur Russischen Avantgarde. Über 70 Künstler aus dieser Zeit, darunter Persönlichkeiten wie Alexandra Exter, Natalja Gontscharowa, Alexei von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Michail Larionow, El Lissitzky, Iwan Puni, Alexander Rodtschenko, Warwara Stepanowa oder Nikolai Suetin, sind mit Spitzenwerken vertreten. In einzelnen Fällen, wie etwa bei Kasimir Malewitsch, verfügt die Sammlung über ganze Werkkonvolute. Die Ausstellungsreihe »Russische Avantgarde« im Museum Ludwig ermöglicht den Austausch internationaler Experten und hat bereits neue Erkenntnisse zu den Schätzen der Sammlung und deren Entstehungskontext hervorgebracht. Im Mittelpunkt des ersten Bandes steht die Rezeption der europäischen Strömungen Kubismus und Futurismus in Russland. Diese spiegelt den fruchtbaren künstlerischen Austausch zwischen Russland, Frankreich und Italien wider. Von der russischen Transformation dieser Avantgardebewegungen zeugen unter anderem Werke des russischen Futurismus, des Rayonismus und des Kubofuturismus. Der Band stellt ausgewählte Schlüsselwerke vor und bietet aufschlussreiche Aufsätze zum Beispiel zur herausragenden Rolle der Künstlerinnen – die Hälfte der 23 gezeigten Künstler, die die Entwicklung der Russischen Avantgarde entscheidend mitgeprägt haben, waren Frauen. Eine Auswahl von kunsttheoretischen und literarischen Quellentexten gibt einen Eindruck der kreativen Prozesse dieser außerordentlichen Epoche. So leistet der Ausstellungskatalog zusätzlich einen beachtlichen wissenschaftlichen Beitrag zur Forschung.
Kasimir Malewitsch und der Suprematismus in der Sammlung Ludwig Band II der Ausstellungsreihe „Russische Avantgarde“
Hrsg. Katia Baudin, Elina Knorpp / WIENAND Verlag, Text: Tatjana Gorjatschewa, Irina Karasik, Tatjana Michienko, Andréi Nakov, Noemi Smolik u.a., 100 Seiten mit 94 farbigen und 16 s/w Abbildungen, €(D) 19,80 / CHF 28.90. Mit über 800 Werken beherbergt das Museum Ludwig in Köln eine der weltweit umfangreichsten Sammlungen zur Russischen Avantgarde. Über siebzig Künstler aus dieser Zeit sind mit Spitzenwerken vertreten. Im Mittelpunkt des ersten Bandes steht die Rezeption der europäischen Strömungen Kubismus und Futurismus in Russland. Von der russischen Transformation dieser Avantgardebewegungen zeugen unter anderem Werke des russischen Futurismus, des Rayonismus und des Kubofuturismus. Band 2 behandelt Kasimir Malewitsch und sein künstlerisches Umfeld. Beide Bände stellen ausgewählte Schlüsselwerke vor und bieten vertiefende Aufsätze. Eine Auswahl von kunsttheoretischen und literarischen Quellentexten gibt jeweils einen Eindruck der kreativen Prozesse dieser außerordentlichen Epoche. Band 3 und 4 in Vorbereitung
Erscheinungen des Sakralen Schriftenreihe der Isa Lohmann-Siems Stiftung, Band 3 Hrsg: Dorothee Böhm, Frances Livings und Andreas Reucher /Reimer Verlag , 220 Seiten mit 8 Farbtafeln und 50 s/w-Abbildungen, €(D) 29,90 / CHF 41,90
Seit geraumer Zeit zeichnet sich eine Renaissance des Religiösen ab. Glaubensfragen rücken wieder ins allgemeine Bewusstsein. Religiöser Pluralismus geht vielfach mit wachsender Toleranz gegenüber anderen Weltanschauungen einher. Zugleich wird jedoch religiös verbrämter Fundamentalismus von vielen als bedrohlich empfunden. Vor diesem Hintergrund nehmen die Autoren Erscheinungen des Sakralen in den Blick. Erscheinungen können dabei sowohl Visionen oder Offenbarungen sein, aber auch allgemeiner als Formen oder Manifestationen des Heiligen verstanden werden. Befragt werden sowohl genuin als auch quasi-religiöse Phänomene. Bilder, Symbole und Rituale wandeln sich, werden teils Gegenstand weltlicher Aneignung. Auch mit den daraus entstehenden Ersatzformen von Religion ist in modernen Gesellschaften vielfach der Anspruch zur Sinnstiftung verbunden. Im interdisziplinären Austausch widmen sich die Autoren Ursachen und Auswirkungen dieser Transformationen des Sakralen
Die Stimmung der Landschaft Malerei der Barbizonisten aus Liberec Hrsg: Robert Floetemeyer, Tilo Grabach, Shahab Sangestan, u.a / Deutscher Kunstverlag, 188 Seiten mit 91 farbigen und 10 s/w Abbildungen, €(D) 24,00 / €(A) 25,00 / CHF 34,90
»Nach meinen Exkursionen lade ich die Natur ein, für einige Tage bei mir zu verweilen ...« So beschreibt Camille Corot, Barbizon-Maler der ersten Stunde, seinen künstlerischen Umgang mit der Natur. Mehr als 30 Werke der Barbizonisten und Vorimpressionisten aus der Liberecer Oblastní galerie veranschaulichen die neue Sicht auf die Natur in der Mitte des 19. Jahrhunderts. Zentrum war die namensgebende kleine Stadt Barbizon im Wald von Fontainebleau. Die hier beginnende malerische Auseinandersetzung mit der Natur sollte sich rasch über ganz Europa ausbreiten und den Weg für den Impressionismus frei machen. Der Ausstellungskatalog zeigt in charakteristischen Werken von Théodore Rousseau, Narcisse Diaz de la Peña, Constant Troyon u.a., wie »Die Stimmung der Landschaft« im Wald von Fontainebleau, aber auch die Atmosphäre der Küsten von Normandie und Bretagne erfasst wurden.
Der Kubismus stellt aus Der Salon de la Section d’Or, Paris 1912 Autor: Lisa Werner, 382 Seiten mit 56 Farb- und 89 s/w-Abbildungen, €(D) 59,00 / CHF 78,90
Der Salon de la Section d’Or (Salon des Goldenen Schnittes), der 1912 in Paris stattfand, zählt zu den Höhepunkten in der Geschichte des französischen Kubismus. Lisa Werner zeigt, wie sich die Künstler, u.a. Alexander Archipenko, Marcel Duchamp, Juan Gris, Fernand Léger und Francis Picabia, aber auch heute unbekannte, mit einer eigens inszenierten Schau in der Avantgarde der Vorkriegsjahre zu positionieren suchen. 31 Künstler mit mehr als 186 Werken präsentieren zu Beginn der Herbstsaison 1912 in der Pariser Galerie La Boëtie unter dem Banner des Goldenen Schnittes ihre Werke. Die Ausstellung wird von Guillaume Apollinaire, Maurice Raynal und Pierre Reverdy mit Vorträgen, Artikeln und Buchbänden programmatisch unterstützt. Die Autorin analysiert, welche Mittel die Initiatoren einsetzen, um sich selbst darzustellen. Dabei bietet sie reichhaltige Materialien aus der Zeit und es gelingt ihr, die Ausstellung in Teilen zu rekonstruieren. So kann sie das geläufige Bild der Section d’Or in der Geschichtsschreibung der modernen Kunst korrigieren.
WaldSkulpturenWeg Wittgenstein-Sauerland Hrsg: Uwe Rüth / WIENAND Verlag, Text: Uwe Rüth, Wolfgang Völker, Foto: Werner J. Hannappel, 152 Seiten mit 98 farbigen und 5 s/w Abbildungen, €(D) 29,80 / CHF 49,90
Der WaldSkulpturenWeg Wittgenstein – Sauerland bildet einen rund 20 km langen Wanderweg zwischen Bad Berleburg und Schmallenberg über den Rücken des Rothaargebirges hinweg. Zehn renommierte Künstlerinnen und Künstler haben eigens für diese Strecke imposante Werke geschaffen, darunter Jochen Gerz, Magdalena Jetelová, Nils-Udo und Alan Sonfist. Ihre Arbeiten treten inhaltlich und formal mit der Umgebung und deren Vergangenheit in enge Verbindung. Als markante Ruhepunkte schenken sie den Wanderern Muße zur sinnlichen und gedanklichen Auseinandersetzung mit der Landschaft und ihrer spannungsvollen Geschichte. Das Buch nimmt den Leser mit auf eine einzigartige Wanderschaft. Es schildert Entstehung und Ausbau des WaldSkulpturenWegs und stellt die beteiligten Künstler und ihre Werke vor. Eindrucksvolle Fotografien setzen die Skulpturen detailreich in Szene (Werner J. Hannappel). Das handliche Beiheft liefert in präziser Form weitere Informationen und kann deshalb insbesondere während der Wanderung herangezogen werden.
UNCLE BOONMEE erinnert sich an seine früheren Leben Regie: Apichatpong Weerasethakul, Darsteller: Thanapat Saisaymar, Jenjira Pongpas, Sakda Kaewbuadee, Natthakarn Aphaiwonk u.a., Genre: Fantasy; Länge: ca. 99 min, Vertrieb: Lighthouse Home Entertainment, €(D) 19,99
Der schwer kranke Uncle Boonmee beschließt, seine letzten Tage im Kreis seiner Verwandten auf seinem Landgut im Nordosten Thailands zu verbringen. Dort erscheint ihm der Geist seiner verstorbenen Frau und auch sein lang verschollen geglaubter Sohn kehrt nach Hause zurück, allerdings nicht in menschlicher Form. Um mit sich und seiner Krankheit ins Reine zu kommen, unternimmt Uncle Boonmee zusammen mit seiner Familie einen Marsch durch den Dschungel. Ziel der Reise ist eine geheimnisvolle Höhle - der Ort seiner ersten Geburt. Seine Kunstobjekte und Filme haben Apichatpong Weerasethakul große internationale Anerkennung eingebracht. So erstand die Londoner TATE GALLERY OF MODERN ART vor kurzem das Werk des Künstlers und Filmemachers. Die renommierten Internationalen Filmfestspiele in Cannes zeichneten neben UNCLE BOONMEE (Goldene Palme 2010) seine Filme BLISSFULLY YOURS (Preis in der Reihe „Un certain regard", 2002) und TROPICAL MALADY (Preis der Jury, 2004) aus. Apichatpong Weerasethakul lebt und arbeitet in Chiang Mai, Thailand.
Handbuch Innenarchitektur 2011/12 Hrsg: Bund Deutscher Innenarchitekten, / Callwey Verlag, 200 Seiten, 300 Abbildungen und Pläne, €(D) 29,95 / CHF 43,50
Konzeptionell und räumlich überzeugende Innenarchitektur-Projekte stellt das jährlich erscheinende BDIA-Handbuch vor. Jedes Projekt ist von einer Fachjury ausgewählt und prämiert worden und zeigt die aktuellen Trends der Innenarchitektur. Die vorgestellten Objekte reichen von Geschäftsräumen bis hin zu Restaurants, Hotels oder Wohnhäusern und präsentieren die Vielseitigkeit dieses Tätigkeitsfelds. Fachbeiträge renommierter Autoren zu aktuellen Themen aus dem Bereich der Inneneinrichtung ergänzen und bereichern das Buch. Der umfangreiche Anhang bietet einen einmaligen Überblick aller Mitglieder des Bundes Deutscher Innenarchitekten, sortiert nach Bundesländern.
Die Architektur der Barnabiten Raumkonzept und Identität in den Kirchenbauten eines Ordens der Gegenreformation 1600-1630, vierte Folge; Band VIII Hrsg: Jörg Stabenow, Alessandro Nova, Gerhard Wolf / Deutscher Kunstverlag / Kunsthistorisches Institut Florenz, 416 Seiten mit 324 schwarzweißen Abbildungen, €(D) 88,00 / €(A) 90,50 / CHF 124,00.
Der Orden der Barnabiten erprobte unter dem Einfluss von Carlo Borromeo mit seinen prominenten Kirchenbauten innovative Raumkonzepte, vor allem in den Zentren Mailand, Bologna und Rom. Die architektonische Leistung des Ordens wird umfassend analysiert und im Hinblick auf die Umsetzung geistlicher Reformziele und die Selbstdarstellung des Ordens befragt. Der in Mailand beheimatete Orden der Barnabiten war im ausgehenden 16. und beginnenden 17. Jahrhundert einer der kreativsten Akteure der italienischen Sakralarchitektur, der mit seinen prominenten Kirchenbauten ein breites Spektrum innovativer Raumkonzepte erprobte. Prägend für die Baupraxis der Barnabiten und ihrer Architekten, wie Lorenzo Binago (1554-1629) und Giovanni Ambrogio Mazenta (1565-1635), war der enge Kontakt zum Mailänder Erzbischof Carlo Borromeo, einem der einflussreichsten Kirchenpolitiker der Gegenreformation. Ausgehend von den Kirchen Sant’Alessandro in Mailand, San Salvatore und San Paolo Maggiore in Bologna sowie San Carlo ai Catinari in Rom wird die architektonische Gesamtleistung des Ordens analysiert. Dabei gilt das besondere Interesse der räumlichen Umsetzung geistlicher Reformziele im Kontext der Gegenreformation und der Selbstdarstellung eines kollektiven Auftraggebers in seinen Bauten.
Das ultimative Wohnbuch Autor: Terence Conran, 272 Seiten, 745 Abbildungen und 19 Grafiken, Callwey Verlag, München, €(D) 19,95/ CHF 30,50 Ob Alt- oder Neubau, Mietwohnung, Eigenheim oder „Traumhaus“ – Terence Conran vermittelt Basiswissen rund um das Thema „Wohnen“. Der Leser erhält wertvolle Tipps, wie Wohnräume der jeweiligen Lebens- und Arbeitssituation angepasst werden können. In Fallbeispielen und zahlreichen Fotos stellt der weltbekannte Designer den richtigen Einsatz von Licht, Farben und Materialien vor und erläutert die sinnvolle Planung und Ausstattung familienfreundlicher Räume oder Arbeitszimmer. Das umfangreiche Verzeichnis wichtiger Adressen hilft, sich weiterführend zu informieren und die richtige Entscheidung für den eigenen Wohnlebensraum zu treffen.
Fußboden-Lexikon Autoren: Hannes Bäuerle / Claudia Miller, 192 Seiten, 550 Abbildungen, Callwey Verlag, München, €(D) 49,95/ CHF 70,90 Das Fußboden-Lexikon ist für alle Planer, Architekten und Innenarchitekten ein unverzichtbares Nachschlagewerk, um für die jeweilige Bauaufgabe den geeigneten Bodenbelag zu finden. Gegliedert nach Materialrubriken wie Holzbodenbeläge, textile Bodenbeläge, elastische Bodenbeläge oder mineralische Bodenbeläge versammelt es kompakt und übersichtlich sämtliche relevanten Informationen zu den einzelnen Produkten sowie deren Eigenschaften, Besonderheiten und Verwendungsmöglichkeiten. Aktuelle Referenzbeispiele ergänzen den lexikalischen Teil und veranschaulichen die Verwendung in der Praxis.
GartenReiseFührer Deutschland. 1.500 Gärten und Parks in Deutschland Autor: Ronald Clark, 756 Seiten, 100 Abbildungen und Pläne, Callwey Verlag, München, €(D) 19,95/ CHF 30,50 Das Standardwerk der Gartenliteratur wartet in seiner mittlerweile 7. Auflage mit einer erweiterten Liste aller sehenswerten Schlossgärten, Parks und offenen Privatgärten in Deutschland auf. Neben der genauen Beschreibung jeder Anlage gibt Ronald Clark ausführliche Informationen über Gartentyp, Geschichte, Gestaltung und die jeweiligen Besonderheiten. Eine Gliederung nach Bundesländern sowie Landkarten zur Orientierung machen den Gartenreiseführer besonders übersichtlich. Praktische Angaben zu Öffnungszeiten, Führungen, Anfahrtswegen, Eintrittspreisen und Kontaktadressen komplettieren den Band. Darüber hinaus wurde auch die Zusammenstellung der Gartenfestival-Termine und der Offenen Gartenpforten aktualisiert und um weitere Veranstaltungen ergänzt.
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